Kunde The Maui Electric Company

Standort Hawaii

Sektoren Erneuerbare Energie

Die Herausforderung

  Energiespeicherung für eine bessere Integration der Windenergie

Mit steigender Windkraftproduktion steigt auch der Bedarf für die Steuerung der Reserven. Das relativ kleine Netz von Maui verfügt über eine begrenzte Anzahl von Erzeugungsanlagen, um diese erhöhte Reservekapazität bereitzustellen. Darüber hinaus haben die Generatoren Mindestbetriebsniveaus, was dazu führt, dass Reservegeneratoren oftmals nicht benötigte Energie ins Netz liefern – was wiederum zur Begrenzung bei der eigentlich verfügbaren Windenergie führt.

KWP II ist einer von drei Windparks auf der Insel. Er ist der erste, der begrenzt und der letzte, der freigegeben wird – was bedeutet, dass dieser Windpark stark unterausgelastet war.

Vor diesem einzigartigen Hintergrund erhielt das Batteriespeicherunternehmen Younicos, das 2017 Teil von Aggreko wurde, die Gelegenheit eine Energiespeicherlösung anzubieten, mit der die Gesamtabnahme von Windenergie aus dem KWP II-Projekt an das Netz erhöht werden sollte.

Projektdatenblatt

10 MW

Energiespeichersystem

17,5 GW-Stunden

von andernfalls begrenzter Winderzeugung können nun in das Netz eingespeist werden.

7,5 MW

zur Regelung der abzuschaltenden Reserven, um zu verhindern, dass der Windpark KWP II begrenzt wird

Die Lösung

Bereitstellung eines 10-MW-Systems zur Erfüllung des Stromabnahmevertrags

First Wind entschied sich für Younicos, um ein schlüsselfertiges Energiespeichersystem mit einer Leistung von 10 MW bereitzustellen, das den Anforderungen des Stromabnahmevertrags entspricht und Begrenzungen reduziert. Das Speichersystem kann bis zu 10 MW hochskalieren und 8 MW herunterskalieren   – ohne dass unnötige thermische Erzeugung in das Netz eingespeist werden muss.

Darüber hinaus hält das System die im Stromabnahmevertrag geforderte Anstiegsrate von ± 2 MW/Minute für festgelegte Stunden ein. Dies entspricht den vertraglichen Anforderungen, die zudem vorsehen, dass das System einen schnellen und genauen Trägheitsfrequenzgang für Frequenzabweichungen außerhalb von 59,9 Hz – 60,1 Hz bietet. Um den Netzbedarf zu decken, kann das Versorgungsunternehmen das Speichersystem auch jederzeit über die automatische Erzeugungssteuerung (AGC) aufrufen, und damit die Leistung erhöhen oder verringern. Diese ausgeklügelte Lösung ermöglicht mehrere Dienstleistungen gleichzeitig und priorisiert sie gleichzeitig automatisch, den Vorgaben entsprechend.

Sich abheben: mit Aggreko

Umsatzsteigerung bei gleichzeitiger Reduzierung der Reserven

Das Ergebnis

  Kapazitätserweiterung im Windpark

Da das Batteriesystem Regelreserven bereitstellt, muss die Maui Electric Company (MECO) nun keine Generatoren ausschließlich aus Gründen der Netzstabilität betreiben. Um die Forderung nach einer erhöhten Reserve zu erfüllen, wäre ein Generator mit einer Mindestbetriebsleistung von 4,5 MW erforderlich. Darüber hinaus kann MECO Generatoren mit einer Ausfallreserve von 3 MW reduzieren.

Daraus ergibt sich eine Gesamtleistung von 7,5 MW für die Regelung von Reserven, die abgeschaltet werden müssen, um eine Begrenzung des Windparks KWP II zu verhindern. Konservativ auf Basis der 7,5 MW Reservekapazität geschätzt, die 80 % des Jahres normalerweise 8 Stunden pro Tag läuft, können über 17,5 GWh an andernfalls begrenzter Windkraft an das Netz geliefert werden. Dies entspricht einer Erhöhung des Leistungsfaktors des 21-MW-Windparks um mehr als 9,5 %.

Das Energiespeichersystem des Unternehmens ist ein wichtiger Bestandteil unserer Windparks und ermöglicht eine reibungslose Versorgung mit erneuerbarer Energie. Sie haben sich als sehr guter Partner erwiesen, der uns hilft, den in unseren Projekten erzeugten umweltfreundlichen Strom effizienter in das Stromnetz zu integrieren.

Paul Gaynor CEO, First Wind

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