09 Oct 2018

Statoil vergibt Batterieauftrag im Batwind-Projekt

Statoil vergibt Batterieauftrag im Batwind-Projekt
 
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Hywind Scotland, der weltweit erste schwimmende Windpark, wird im nächsten Jahr mit einer Batterie ausgestattet, um den Strom aus dem Windpark dynamisch auszugleichen. Der Zweck ist, dass die Batterie „lernt“, wann sie Strom zurückhält und speichert und wann sie Strom ins Netz einspeist und damit den Wert der Leistung erhöht.

Statoil hat Younicos mit der Lieferung eines 1-MW-Batteriespeichersystems beauftragt, die an Hywind Scotland angeschlossen wird. Das Projekt der Speicherlösung mit dem Namen Batwind wird ab dem zweiten Quartal 2018 in Betrieb gehen. Dies ist das erste Batteriespeichersystem, das an einen schwimmenden Windpark angeschlossen ist.

„Im Rahmen der Strategie von Statoil, unser Öl- und Gasportfolio schrittweise um profitable erneuerbare Energien zu ergänzen, ist es wichtig, sich intensiv mit Energiespeicherung zu beschäftigen. Wir glauben, dass Batteriespeicher eine Schlüsseltechnologie für die Energiesysteme von Morgen sind. Da die erneuerbaren Energien immer mehr ausgebaut werden, sind Speicher entscheidend um Stabilität und Zuverlässigkeit in der Energieversorgung zu gewährleisten. ‚Batwind‘ schafft Mehrwert, indem es die Fluktuation des Windes ausgleicht – und damit den Wind zu einem zuverlässigeren Energieerzeuger macht. Das wird die Nutzung und den Markt für Windkraft und erneuerbare Energien in Zukunft erweitern“, ergänzte Bringsværd, Leiter der Hywind Development bei Statoil.

Jayesh Goyal, Managing Director von Younicos: „Wir sind sehr stolz darauf, mit Statoil zusammenzuarbeiten und unsere Erfahrung aus über 200 Megawatt Speicherprojekten in dieses wegweisende Projekt einzubringen. Indem wir einen weiteren ‚Vorreiter‘ – dem weltweit ersten schwimmenden Windpark – mit Energiespeicherung ergänzen, zeigen wir, welch wesentliche Rolle die Speicherung bei solchen bahnbrechenden Energieprojekten spielt.“

Die beiden 10-Fuß-Batteriecontainer werden im Hywind-Onshore-Umspannwerk in Peterhead, Schottland, aufgestellt. Eine Standardbatterie lädt und wird aufgeladen. Die Batwind-Speicherlösung – bei der die  1-MW-Batterie von Younicos eines von mehreren Elementen ist – zielt jedoch darauf ab, zu verstehen, wie eine Batterie dazu beitragen kann, den Wert des erzeugten Stroms zu erhöhen und wie eine Batterie am besten mit dem Windpark und dem Netz zusammenarbeiten kann.

„Mit Younicos‘ intelligenter Y.Q-Software – oder dem Gehirn der Batterie, wenn Sie so wollen, stellen wir sicher, dass sich der Speicher so verhält, wie wir es uns wünschen. Zum Beispiel weiß die Batterie automatisch, wann sie Strom zurückhalten und speichern muss und wann sie ihn ins Netz einspeisen soll. Batterie-Energiespeichersysteme gibt es seit mehreren Jahren auf dem Markt und sie entwickeln sich rasant. Es gibt jedoch nur begrenztes Wissen darüber, wie man eine Batterie basierend auf dynamischen Informationen zum Handeln bringen kann, um den Wert erneuerbarer Energien zu maximieren“, so Sebastian Bringsværd von Statoil.

Basierend auf den Erfahrungen und Tests des 1 MW/1,3 MWh-Batteriespeichersystems, das an Hywind Scotland angeschlossen ist, werden Statoil und Masdar die nächsten Schritte bei der Weiterentwicklung der Lösung bewerten. Batwind ist eine Partnerschaft zwischen Statoil und Masdar. Hywind Scotland wird von Statoil im Namen des Partners Masdar betrieben, wobei Statoil 75 % und Masdar 2 5% der Anteile hält.

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