20 Sep 2021

Aggreko testet Wasserstoffgenerator und Brennstoffzellen-Batterie-Hybrid

Ein Wasserstoffgenerator von Aggreko, weiß lackiert und mit Beschriftung versehen.
 
  • Erste Wasserstoffgeneratoren für die Stromerzeugung werden im Aggreko-Depot in Moerdijk, Niederlande, für den Einsatz in temporären Stromanwendungen getestet
  • Aggreko wird in H2/2021 zehn Wasserstoffverbrennungsaggregate mit 50 kVA für Kundeninstallationen in Europa bereithalten
  • Außerdem wird ein Batteriespeicher in die Brennstofflösung integriert, das Ergebnis ist eine 45 kVA-Hybridlösung

Aggreko beschleunigt seine Investitionen in die Wasserstofftechnologie. Dieser Schritt ist Teil des Netto-Null Programms und wird Aggreko dabei helfen, seine Fähigkeit zu verbessern, weltweit emissionsfreien temporären Strom bereitzustellen. Derzeit konzentriert sich der Weltmarktführer für mobile und modulare Energielösungen auf zwei unterschiedliche Technologien.

Gemeinsam mit dem Cleantech-Partner CMB.TECH wurde ein 50 kVA Wasserstoff-Verbrennungsaggregat entwickelt, das als Vorführgerät dient. Nach erfolgreichen Tests investiert Aggreko nun in 10 weitere Einheiten, um die Bereitschaft zu Wasserstofflösungen zu fördern und arbeitet mit führenden Kunden und Partnern zusammen, um Wasserstoff als Energieträger in der temporären Stromversorgung zu testen und zu validieren. Die Lösung wird in der zweiten Jahreshälfte 2021 bereit für Kundeninstallationen in Europa sein. Diese Lösung ist ohne Nachbehandlung Tier 4f/Stufe V-konform und nahezu frei von NOx-Emissionen.

Darüber hinaus ist Aggreko eine Partnerschaft mit Nedstack eingegangen, um eine Brennstoffzellen-Vorführeinheit zu bauen, die die emissionsfreie Wasserstofftechnologie in Aggrekos Batterielösung im schalldichten Gehäuse integrieren wird. Der Wasserstoff-Hybrid besteht aus einer Brennstoffzelle mit Protonen-Austausch-Membran und einem Lithium-Ionen-Speichersystem. Die emissionsfreie Lösung wird erstmals im Rahmen eines Pilotprojekts im Aggreko-Hub in Moerdijk, Niederlande, getestet.

Aggreko erforscht Wasserstofftechnologien und die Logistik der Brennstoffversorgung, um die langfristige Machbarkeit und den Einsatz in der temporären Stromerzeugung besser zu verstehen. Der Motor und die Brennstoffzellen-Hybride werden in der zweiten Jahreshälfte 2021 als Feldversuchs- und Vorführgeräte bei Kunden verfügbar sein. Dies wird Unternehmen auf der ganzen Welt - von der Eventbranche bis hin zum Baugewerbe - dabei helfen, ihre eigenen Emissionen zu reduzieren und die Lücke zur Netto-Null zu schließen.

Carsten Reincke-Collon, Direktor für Zukunftstechnologien bei Aggreko, sagte:„Bei Aggreko stellen wir uns gerne vor, dass Wasserstoff seine eigenen Superkräfte hat, wenn man bedenkt, dass er Elektrizität erzeugen kann, ohne irgendwelche Emissionen auszustoßen. Unternehmen auf der ganzen Welt stehen jedoch erst am Anfang der Wasserstoff-Reise und müssen daher dabei unterstützt werden, die besten Wege zu finden, ihn in ihren Betrieb zu integrieren. Das bedeutet bessere Kenntnisse und höhere Investitionen in die Speicher- und Transportinfrastruktur, weshalb wir verschiedene Technologien testen, um vollständig zu verstehen, welche Rolle Wasserstoff bei der Umstellung auf eine klimaneutrale temporäre Stromversorgung spielen kann.“

Letztes Jahr hat sich Aggreko dazu verpflichtet, bis 2050 bei allen angebotenen Dienstleistungen  ein Netto-Null-Unternehmen zu werden. Das Unternehmen wird außerdem die Menge an fossilem Dieselkraftstoff, die in Kundenlösungen verwendet wird, um mindestens 50 % reduzieren, die Emissionen seiner Lösungen, die sich auf die lokale Luftqualität auswirken, um 50 % senken und bis 2030 im gesamten eigenen Geschäftsbetrieb die Netto-Null erreichen. Um diese Ziele zu erreichen, bietet Aggreko zunehmend saubere Technologien wie Batteriespeicher und Solarenergie an und setzt vorrangig auf den Einsatz alternativer Brennstoffe.