Stillstandszeiten optimieren: Die Kraft gut geplanter Kühllösungen
Stillstandszeiten optimieren: Die Kraft gut geplanter Kühllösungen
Die Verbesserung der Kühlversorgung während Stillstandszeiten (Turnarounds) kann einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtprofitabilität der Anlage leisten – insbesondere, da diese Phasen mit hohen Kosten verbunden sind und gleichzeitig die Einnahmen sinken.
Ineffiziente Kühlprozesse können erhebliche logistische Herausforderungen verursachen, die die Dauer von Stillständen beeinflussen und gleichzeitig Fragen der Sicherheit und Nachhaltigkeit aufwerfen.
Dies ist besonders kritisch im europäischen Petrochemiesektor, der derzeit mit schwachen Margen, Überkapazitäten und hohen Energiekosten zu kämpfen hat.
Hinzu kommt die alternde Infrastruktur: Europäische Crackanlagen sind im Durchschnitt 45 Jahre alt, was den Druck auf Raffineriemanager erhöht, die Effizienz mit begrenzten Ressourcen und höheren Produktionskosten gegenüber globalen Wettbewerbern zu maximieren.
Diese Herausforderungen werden auch durch die Ergebnisse der Process Matters-Whitepaper-Reihe von Aggreko bestätigt, in deren Rahmen 604 Verfahrensingenieure aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg befragt wurden.
Die Umfrage ergab, dass das auf den Anlagen eingesetzte Kühlequipment im Durchschnitt fünf Jahre alt ist – viele Geräte sind sogar noch älter –, was in einer Branche, die auf maximale Effizienz angewiesen ist, erhebliche Herausforderungen mit sich bringt.
Hohe Energiepreise und strenge Vorgaben zur Dekarbonisierung verschärfen die Lage zusätzlich, insbesondere für eine Branche, die auf ein kontinuierliches Betriebsmodell setzt, um die Produktivität zu maximieren.
Nahezu 90 % der Befragten äußerten Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der derzeitigen Energieinfrastruktur auf den Betrieb ihrer Anlagen – ein deutlicher Hinweis auf bestehende Ineffizienzen, die die Betriebsabläufe beeinträchtigen.
Turnarounds erfolgreich meistern
Angesichts alternder Infrastrukturen und Anlagen müssen Unternehmen gezielt auf innovative Kühllösungen setzen, um Stillstandszeiten zu verkürzen und Betriebskosten zu senken.
Der Handlungsdruck wächst: Eine Studie von Accenture zeigt, dass 30 % der Beschäftigten in der Branche über 50 Jahre alt sind – viele werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.
Gerade deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf erfahrene Partner zu setzen, die Turnarounds sicher steuern und durch maßgeschneiderte Kühllösungen Kosten sowie Emissionen reduzieren.
Ob Reaktorkühlung oder Temperaturkontrolle bei der Wasseraufbereitung – Expertenwissen entlang des gesamten Turnaround-Zyklus ist entscheidend.
Moderne Technologien wie Data Analytics und Live-Monitoring unterstützen dabei, Prozesse effizienter zu gestalten und Ausfallzeiten zu minimieren.
Wer frühzeitig auf externe Expertise setzt und eine vorausschauende, mehrjährige Planung verfolgt, verschafft sich klare Vorteile: kürzere Stillstände, bessere Ressourcennutzung und gezieltere Beschaffung effizienter Kühltechnik.
In einer Branche, in der jeder Tag Stillstand Millionen kosten kann, macht die Herangehensweise den Unterschied.